In 4 Schritten zu mehr Ausgeglichenheit.

Stress ist die größte Gesundheitsgefahr des 21. Jahrhunderts

Gehören Sie auch zu der wachsenden Gruppe von Menschen, die sich in ihrem Alltag immer häufiger gestresst fühlen? Die kaum noch Zeit finden einmal wirklich zur Ruhe zu kommen? Selbst ein längerer Urlaub bringt oft nur kurzfristige Entlastung. Schon kurze Zeit nach der Rückkehr in den Alltag ist man wieder in der alten Tretmühle gefangen. Aber warum ist das so?

Zum einen liegt es daran, dass unser Körper als Reaktion auf Stress in eine Art Alarmzustand versetzt wird. Dabei werden verschiedene Stresshormone in unserem Körper ausgeschüttet. Dadurch wird uns Energie zur Verfügung gestellt, um in der Stresssituation auf Hochtouren zu laufen. Dies ist eine ganz normale Reaktion unseres Körpers und als solche weiter unbedenklich. Nach einer Stressphase braucht unser Körper dann allerdings eine Erholungsphase, um die ausgeschütteten Stresshormone, insbesondere das Kortisol, wieder abzubauen.

Wenn wir uns stattdessen von einer Stressphase in die nächste stürzen bekommt unser Körper diese notwendigen Ruhepausen nicht. Dann sammeln sich unsere Stressreaktionen gewissermaßen an. Unser Kortisolspiegel steigt beispielsweise und ist ein untrüglicher Indikator für einen erhöhten Stresszustand. Bei langen Stressphasen und einem sehr hohen Stresslevel dauert es dann entsprechend lange, bis unser Körper die ausgeschütteten Stresshormone wieder vollständig abgebaut hat.

Wenn Sie also das Gefühl haben, dass auch längere Ruhephasen wie ein mehrwöchiger Urlaub nur vorübergehend Entlastung bringen und Sie danach schnell wieder eine hohe Stressbelastung empfinden, dann sollten Sie diese Anzeichen sehr ernst nehmen. Dauerstress ist eine echte Gefahr für Ihre Gesundheit, die Folgen können bis zu Depression und Burnout reichen. Die Weltgesundheitsorganisation bezeichnet Stress sogar als die größte Gesundheitsgefahr des 21. Jahrhunderts.

Verhaltensmuster sind unser Werkzeugkasten an Handlungsmöglichkeiten

Das wir immer wieder Stress empfinden, hat aber auch damit zu tun, dass wir uns schwer tun, einmal antrainierte Verhaltensmuster zu durchbrechen, selbst wenn wir diese in bestimmten Situationen als wenig hilfreich identifiziert haben. Oftmals wissen wir bereits, dass uns bestimmte Situationen und Verhaltensweisen nicht gut tun und dennoch schaffen wir es nicht, diese zu verändern. Und so kommen wir nach einem Urlaub häufig mit einem guten, erholten Gefühl zurück, verfallen im Alltag dann aber wieder in unsere normalen Alltagsroutinen und stellen nach kurzer Zeit fest, dass wir wieder genauso gestresst sind wie vorher.

Ist demnach also unser innerer Schweinehund Schuld, wenn wir nicht lernen, besser mit Stresssituationen umzugehen?

Naja. Es sind eher die Strukturen und Funktionsweisen unseres Gehirns. Denn jedes Mal, wenn wir etwas lernen oder tun bilden sich Verknüpfungen zwischen den Neuronen in unserem Gehirn. Dieses stellt mit seinen neuronalen Strukturen eine Art Abbild unserer Erfahrungen und Prägungen seit unserer frühesten Kindheit und bis zum heutigen Lebenstag dar. Es macht unser Gehirn einmalig und ist sozusagen unser Werkzeugkasten an Handlungsmöglichkeiten, die wir uns im Laufe unseres Lebens zugelegt haben, um den vielfältigen Situationen und Herausforderungen des Lebens zu begegnen.

Je häufiger wir bisher ein bestimmtes Verhalten angewendet haben, desto ausgeprägter sind die entsprechenden neuronalen Verknüpfungen. Es haben sich dabei regelrechte neuronale Autobahnen gebildet, die es uns erlauben, bestimmte Verhaltensmuster automatisiert abzurufen und umzusetzen. Der Vorteil davon ist, dass wir in bestimmten Situationen ohne größeren Energieaufwand sehr schnell reagieren und handlungsfähig sind. Der Nachteil dieses Automatismus ist allerdings, dass wir diese Verhaltensmuster häufig auch in Situationen abrufen, in denen sie weniger hilfreich oder sogar hinderlich sind.

In 4 Schritten zu mehr Ausgeglichenheit

Um ein Verhaltensmuster zu ändern, so dass wir weniger Stress und mehr Ausgeglichenheit empfinden braucht es die folgenden Schritte:

  1. Kümmern Sie sich um Ihr Energielevel, bevor Sie einen größeren Veränderungsprozess starten. Unser Gehirn stellt zwar nur etwa 2% unserer Körpermasse dar, verbraucht aber 20 bis 40% unserer Energie. Dabei versucht es, so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen. Dies passiert immer dann, wenn automatisierte Verhaltensmuster abgerufen werden. Das Erlernen neuer Verhaltensweisen und die damit verbundene Bildung neuer neuronaler Bahnen braucht dagegen deutlich mehr Energie. Deshalb kosten Veränderungen immens viel Kraft. Es macht wenig Sinn, große Veränderungen anzugehen, wenn wir uns eh schon ausgelaugt fühlen. Der Fokus sollte dann zunächst darauf liegen, wieder in die eigene Kraft zu kommen.
  2. Finden Sie eine Möglichkeit für sich, den automatisierten Abruf des hinderlichen Verhaltensmusters zu unterdrücken. Es geht darum, die sogenannte Reiz-Reaktionskette zu unterbrechen. Dabei führt das Auftreten eines bestimmten Reizes unweigerlich zu einer bestimmten Verhaltensreaktion. Dazu ist es zunächst wichtig, dass Sie die Reize identifizieren, die Ihre Verhaltensreaktion auslösen. Kleine Rituale, je nach Situation z.B. mehrmaliges tiefes Durchatmen oder der Gang auf die Toilette, können dann dabei helfen, den unbewussten Automatismus zu unterbrechen, der uns bisher dazu verleitet hat, bei Auftreten des Reizes auf bestimmte Art und Weise zu reagieren. Das wiederum gibt uns die Möglichkeit, uns bewusst für ein anderes Verhalten zu entscheiden. Mit jedem neuen Verhalten fügen wir unserem Werkzeugkoffer automatisch neue Verhaltens-Werkzeuge hinzu.
  3. Üben und wiederholen Sie neue Verhaltensweisen regelmäßig. Um ein neu erlerntes Verhalten mit den entsprechenden neuronalen Bahnen in unserem Gehirn zu verankern und als echte Handlungsalternative zu einem bisherigen Verhalten abrufbar zu machen braucht es etwa 30 – 40 Tage, an denen das erlernte täglich wiederholt und vertieft wird. Bei unregelmäßigeren Wiederholungen dauert es entsprechend länger.
  4. Suchen Sie sich Unterstützung bei Ihrem Veränderungsvorhaben. Veränderungen sind immer Prozesse, die über einen längeren Zeitraum stattfinden. Dann ist es gut, jemanden zu haben, der ihnen Mut zuspricht und Sie an das wiederholte Einüben erinnert oder vielleicht sogar mitmacht, wenn der innere Schweinehund doch einmal zu groß werden sollte. Dies kann natürlich jemand aus dem privaten Umfeld oder aber professionelle Unterstützung sein. In jedem Fall hilft regelmäßiger Austausch mit anderen zu den neuen Erfahrungen und Erlebnissen zusätzlich, diese weiter im Gehirn zu festigen.

Stress ist nicht per se negativ, er hilft uns, Hochleistungen zu erbringen, wenn wir sie brauchen. Aber wenn Sie das Gefühl haben, dass der Stress überhandnimmt und Sie kaum noch Phasen der Erholung finden, dann sollten Sie darüber nachdenken, ein paar Dinge in Ihrem Leben zu verändern. Die beschriebenen Schritte werden Ihnen helfen, positive Veränderungen für sich herbeizuführen. Und wenn es darüber hinaus noch mehr braucht, um wieder ein ausgeglicheneres und stressfreieres Leben zu führen oder wenn Sie zunächst an Ihrem Energielevel arbeiten möchten, dann vereinbaren Sie HIER ein kostenfreies Wegweiser-Gespräch mit mir, um herauszufinden, wie Ihr Weg konkret aussehen kann.

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